Tradition & Transformation - Generationenwechsel in einer Privatklinik
Shownotes
Sie leitet die Klinik ihrer Familie in vierter Generation – und ist die erste Frau in dieser Position! Dr. Verena Buchinger-Kähler ist Inhaberin und Chefärztin der Buchinger Klinik für Heilfasten. Sie erzählt von ihrem etwas ungewöhnlichen Weg dorthin und von traditionellen Strukturen und (Frauen-)Rollen in der Familie und in der Klinik. Und sie verrät ihre Antwort auf „Das haben wir schon immer so gemacht!“
Im Podcast „Frau Doktor, übernehmen Sie!“ erzählen Frauen aus der Medizinbranche, wie sie dort Karriere gemacht haben. Dazu spricht Julia Rotherbl, Chefredakteurin der „Apotheken Umschau“, mit Frauen, die in Führungspositionen arbeiten, die Herausforderungen gemeistert haben oder an ihnen gescheitert sind. Es geht um Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Sexismus, männliche Netzwerke, mangelnde Vorbilder oder verschiedene Arbeitsmodelle. Das Ziel: Euch zu inspirieren und ermutigen, euren eigenen Weg zu finden.
Montags alle 14 Tage erscheint eine neue Folge. Habt Ihr Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibt uns gerne an redaktion@gesundheit-hoeren.de
Redaktion: Julia Rotherbl, Anja Kopf, Kareen Seidler; Schnitt und Post-Produktion: Anja Kopf, Benedikt Möltner, Yves Seißler; Managing Editor Audio: Peter Glück
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Transkript anzeigen
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Es ist die logische Konsequenz der modernen Zeit. Wir Frauen haben einen anderen Zugang zur Medizin und zum Menschen. Die Empathie, das Caring. Also Medizin, ist eigentlich weiblich. Wenn ihr mich fragt!
JULIA ROTHERBL
Herzlich willkommen beim Podcast „Frau Doktor, übernehmen Sie!“. Meine Gästin heute ist Dr. Verena Buchinger-Kähler. Sie ist die Urenkelin von Dr. Otto Buchinger, dem Pionier des Heilfastens, und die Klinik, die er gegründet hat, führt sie jetzt in vierter Generation und vor allem als erste Frau. Und ich sage, herzlich willkommen, Verena. Ich freue mich sehr, dass du da bist.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Vielen Dank für die Einladung. Sehr gerne.
JULIA ROTHERBL
Mein Name ist Julia Rotherbl, ich bin Chefredakteurin der Apotheken Umschau. Und ich freue mich jetzt auf ein spannendes Gespräch mit dir, Verena, und wünsche allen viel Spaß beim Zuhören.
SPRECHERIN
Frau Doktor, übernehmen Sie! Ein Podcast von gesundheit-hören und Apotheken Umschau Pro.
KAPITEL 1 – MOBBINGERFAHRUNGEN ALS JUNGE CHIRURGIN
JULIA ROTHERBL
Verena, die erste Frage - die naheliegende Frage für alle - ist, wie kam es denn dazu, dass du jetzt als erste Frau Chefärztin, Inhaberin dieser Klinik bist?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, also in meiner Familie, hatte ich schon gesagt, ist immer im Prinzip die ärztliche Tradition weitergegeben worden. Ich habe einen älteren Bruder, der ist zehn Jahre älter. Und tatsächlich war es so, dass eigentlich er für die Unternehmensnachfolge geplant war. Er hat aber bemerkt, für sich, dass das nicht wirklich sein Ding ist. Also er ist definitiv absolut technikaffin. Und er hat gemerkt, die Medizin, das ist nicht das, wofür er brennt. Und dann war natürlich die Frage meiner Eltern irgendwo naheliegend, aber sie haben es nicht ganz so einfach gemacht. Sie haben es sich tatsächlich so überlegt, dass ich mich richtig bewerben musste, wie ein Externer, ein Fremder, Dritter.
JULIA ROTHERBL
Okay.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Und vielleicht hat das auch so ein bisschen bei mir den Instinkt geweckt, wirklich darum kämpfen zu wollen, es wirklich von innen heraus zu wollen.
JULIA ROTHERBL
Also dein Bruder hat dann gar nicht Medizin studiert, oder doch? Und sich dann umentschieden.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Er hat Medizin studiert und hat im Studium gemerkt, dass es nichts für ihn ist.
JULIA ROTHERBL
Okay, aber es war für dich so, während deiner ganzen Jugend, Kindheit, Ausbildung, klar, dass eigentlich er der Erbe dieser Klinik sein soll.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Genau. Also ich bin hier in Bad Pyrmont zur Schule gegangen. Ich wollte immer schon Medizin studieren. Das stand für mich einfach schon in der Kindheit fest. Ich habe die Klinik halt schon von Kindesbeinen an kennengelernt. Und dass mein Bruder eben nicht übernehmen wird, das hat sich dann wirklich auch recht lange hingezogen. Ich glaube, es war für ihn ein schwieriger Prozess, auch zu sagen, „Nein, das ist es nicht.“ Aber wie gesagt, für mich war das – und das haben meine Eltern mir auch sehr klar zu verstehen gegeben – es ist kein Muss.
JULIA ROTHERBL
Aber noch einmal kurz zurück, bevor wir zu dem Muss kommen. Also hat sich das für dich dann okay angefühlt, dass du wusstest, also dass du die ganze Zeit über davon ausgegangen bist, dein Bruder wird diese Klinik erben oder später leiten, obwohl du ja eigentlich dann scheinbar diejenige warst, die für diese Medizin so gebrannt hat? Hat sich das für dich nicht irgendwie ungerecht angefühlt? Oder hast du das gar nicht so wahrgenommen, in dieser Zeit?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Man nimmt das nicht so wahr. Also ich glaube, das ist das Schöne, wenn man in so ein Unternehmen hineingeboren wird. Oder vielleicht ist das auch meine Mentalität, dass ich gar nicht so sehr hadere oder vergleiche. Ich hatte ja auch für mich einen tollen Weg geplant. Also von daher, ich mache mich nicht abhängig von den äußeren Umständen. Das war immer so ein bisschen mein Motto. Damit war das für mich tatsächlich gar nicht die Diskussion, gar nicht der Fall. Das Umswitchen war dann irgendwo natürlich eigenartig, da gebe ich dir absolut recht.
JULIA ROTHERBL
Es war kein Muss, aber du hast quasi von dir heraus entschieden, dass du dich für die Medizin interessierst.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Total.
JULIA ROTHERBL
Um jetzt vielleicht noch mal ganz zurückzugehen, an deinen Berufsanfang. Du hast dich für das Fachgebiet der plastischen Chirurgie dann irgendwann entschieden, im Laufe deiner Ausbildung. Wie kam es dazu?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ich war immer jemand, der was mit den Händen machen wollte. Ich wollte formen.
JULIA ROTHERBL
Okay.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Und ich wollte sehen, wie etwas entsteht. Ich habe ein sehr gutes räumliches Auffassungsvermögen. Und das braucht man natürlich als Chirurgin. Und ich fand einfach auch dieses klare Ursache-Wirkungs-Prinzip großartig. Ich habe mein erstes Praktikum gemacht und da habe ich in die Gefäßchirurgie reingeschnuppert, in die Herzchirurgie, und war fasziniert. Mich hat dieses ganze Drumherum, was vielleicht für andere abschreckend wirkt, das Hierarchische und das eben männlich dominierte Fach – ich fand das großartig. Und dann mochte ich bei der plastischen Chirurgie, dass man ja überall am Menschen tätig ist, die Variation, also in die Verbrennungschirurgie zu gehen, die Handchirurgie, Mikrochirurgie, Ästhetik. Es ist einem ja alles offen, in der plastischen Chirurgie. Und diese Vielfalt des Faches, das hat mich völlig begeistert und tut es auch noch bis heute. Also ich habe das wirklich sehr, sehr gerne gemacht. Ich bin da auch wirklich gerne gewesen.
JULIA ROTHERBL
Jetzt ist es so, dass die Chirurgie – wir merken es auch immer im Podcast – jetzt nicht unbedingt als das frauenfreundlichste Fach in der Medizin gilt. Du hast, glaube ich, selber im Laufe deiner Ausbildung entsprechende Erfahrungen gemacht. Magst du uns davon kurz erzählen?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, also die Erfahrungen waren gerade auch am Anfang wirklich hart. Ich hatte zwischenzeitlich einen Oberarzt, der mich wirklich wahnsinnig gemobbt hat. Das muss ich so retrospektiv sagen. Wenn man so drinsteckt, ist man zwar verzweifelt und am Boden, aber so wirklich realisiert man das nicht. Da kamen also wirklich Sprüche von, „Ach, lass dich doch schwängern und geh shoppen auf der Kö.“
JULIA ROTHERBL
Oh Gott.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Also wirklich so richtig, richtig, abgrundtief. Ja. Wo man dann jeden Morgen in der Frühe, wenn der Chef nicht da war und zufällig dieser Oberarzt die Besprechung geführt hat, wirklich mit Herzrasen dasaß. Aber irgendwie, wenn man durchhält, wenn man da auch sich zeigt, mit seinen Fähigkeiten, mit eben auch seiner ganz spezifischen Art und sich da nicht verbiegen lässt. Das war meine Erfahrung. Ich habe mich da nicht beirren lassen. Ich bin meinen Weg weitergegangen und es kam nach und nach die Anerkennung. Und das war wirklich faszinierend eigentlich, zu sehen, dass ein solch feindliches Terrain auf einmal sich ganz anders – also, dass man hier Bestätigung findet, dass man auf einmal Zuspruch findet auch von den anderen Kollegen, dass da eine Solidarität entsteht. Und das habe ich wirklich so auch für mich mitgenommen. Was habe ich mitgenommen aus dieser Zeit? Insbesondere, dass man sich durchaus ein paar männliche Attribute abgucken kann. Und zwar sich auch wirklich für wichtig hält. Dass man, wenn man etwas machen möchte und weiß, man kann es, dass man das auch machen soll.
JULIA ROTHERBL
Aber trotzdem noch mal die Nachfrage, weil du ja jetzt explizit auch das Wort Mobbing in den Mund genommen hast. Also würdest du es noch mal genauso machen, dass du sagst, „Okay, ich beiß mich da durch“? Oder würdest du rückblickend sagen, ich hätte irgendwann auch irgendwo mal was sagen müssen oder sollen?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja. Das würde ich rückblickend immer tun. Ich würde ganz klar auch da schon für mich einstehen und mich an den Chef wenden oder Hilfe suchen. Also da muss heutzutage wirklich keiner mehr durch. Aber es war damals wirklich… Jeder war austauschbar. Das war einfach so. Jeder war austauschbar. Heute ist das sicherlich nicht mehr der Fall.
JULIA ROTHERBL
Weil sich die Führungskultur geändert hat. Auch in Unikliniken.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, also ich glaube, das kann man heutzutage gar nicht mehr bringen. Und das ist gut so.
JULIA ROTHERBL
Du hast ja nicht nur mit Herzrasen reagiert, sondern du hast tatsächlich auch körperliche Symptome entwickelt wie Utikaria oder – was hattest du noch erzählt? Raynaud-Syndrom?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Genau.
JULIA ROTHERBL
Also das zeigt ja, dass es dich trotz diesem Durchhaltewillen echt irgendwie körperlich und psychisch an die Grenzen gebracht hat.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ganz klar, ganz klar. Also viele Symptome – weil, man findet für solche Dinge keine Ursache. Es ist auf einmal da und dann ändert sich etwas vom mentalen Empfinden, vom Stresslevel etc. Und auf einmal sind die Symptome wie weggeblasen. Ja. Körper, Geist und Seele gehören zusammen. Das ist ganz, ganz klar. Und ich musste wirklich viel für mich dort lernen, mir diese Dinge auch ganz bewusst für mich erarbeiten. Das konnte ich für mich nur herausfinden, weil, wenn jemand von außen zu mir gesagt hat, „Hey, du arbeitest jeden Tag mindestens zwölf Stunden, du machst am Wochenende 24- oder 48-Stunden-Dienste. Vielleicht solltest du mal schauen, dass du hier deinen Lebensweg überdenkst“, hätte ich gesagt, „Nee, also um Gottes willen, daran kann es nicht liegen.“ Retrospektiv würde ich sagen, um Gottes willen, mein Körper hat mir so viele rote Flaggen gezeigt, dass ich da auch durchaus hätte ein bisschen früher reagieren können. Ja, aber es macht mir die heutige Sicht auf mein Leben so viel leichter. Also ich glaube, dieser Weg hat mich wahnsinnig gut geprägt. Es hat auch dazu geführt, dass ich vieles nicht so verbissen – nicht so an mich heranlasse, dass ich auch dieses Motto meines alten Chefs, dass jeder ersetzbar ist, gerade jetzt als Arbeitgeber unglaublich gut gebrauchen kann. Einfach weil, wenn jemand sich zum Beispiel entscheidet, das Kollegium zu verlassen oder ähnliches. Ich lasse das gar nicht an mich ran. Und ich nehme das nie persönlich. Und das ist wirklich, wirklich schön. Das hat für mich so eine Metaebene aufgemacht, die ich jetzt in der aktuellen Zeit nicht missen möchte.
JULIA ROTHERBL
Wie ist es denn generell – wie gehst du heute mit Stress um, oder mit Signalen, die dein Körper sendet?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, ich streiche sie nicht weg. Ich gucke ganz, ganz genau hin. Also, das habe ich mir wirklich so beigebracht. Ich habe klare Rituale in meinem Alltag. Ich meine, ich habe drei kleine Kinder von mittlerweile gerade sieben Monaten bis fünf Jahren. Ich habe einen unglaublich durchgetakteten Tag, aber ich stehe ein bisschen früher auf, damit ich meinen Morgen gut starten kann. Ich schaue, dass ich mich auch immer gleich schon am Morgen ein wenig dehne und bewege und atme. Ich gehe am Mittag mit dem Hund, damit ich mich wirklich auch eine Dreiviertelstunde am Tageslicht bewegen kann. Und am Abend mache ich noch mal ein paar Übungen, bevor ich ins Bett gehe. Also so kleine Dinge. Genauso wie dass ich mir auch fast immer, wenn ich es irgendwie schaffe, rausnehme, dass ich die Kinder eins nach dem anderen ins Bett bringe, sodass jeder mich auch noch gesehen hat. Also da sagt wahrscheinlich jeder so, okay, das klingt jetzt nach nicht wahnsinnig viel. Es ist nicht wahnsinnig viel Zeit. Aber es ist das, was mein Körper und ich und meine Seele braucht, damit ich alles eben auch mit mir zusammen im Einklang durchziehen kann.
JULIA ROTHERBL
Also ich finde ja, wenn man 45 Minuten tatsächlich jeden Tag schafft, sich eine Mittagspause einzuplanen, wo man wirklich rausgeht und nicht am Computer sitzt und isst. Das finde ich eigentlich wahnsinnig viel Zeit.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Genau.
KAPITEL 2 – PLÖTZLICH NACHFOLGERIN IM FAMILIENUNTERNEHMEN
JULIA ROTHERBL
Genau, jetzt sind wir quasi an dem Punkt. Du hattest dann gerade so diese Uni-Medizin und den Alltag in dem Uniklinikum irgendwie schätzen gelernt, dich damit arrangiert, erste Anerkennung erfahren – und dann hat dein Bruder gesagt, „Nee, es läuft nicht so, wie alle es geplant haben.“ Kannst du dich an den Moment erinnern, als dir das klar wurde, dass das jetzt tatsächlich so ist, dass er das nicht macht?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ich war schon im Gespräch mit ihm und ich merkte das schon länger sich anbahnen. Dass da in ihm eine große Unsicherheit herrscht. Und habe das also schon ein bisschen mit ihm vorab besprochen gehabt und dann hat er es meinen Eltern gesagt. Und dann haben sich meine Eltern an mich gewendet. Und meine erste Frage ging eigentlich – weil, also ich liebe die Natur, ich konnte mir das auch wirklich gut vorstellen, wieder zurückzugehen, in eine Kleinstadt namens Bad Pyrmont. Aber mein Mann, der kommt aus der Nähe von Hamburg, ist dann beruflich nach Düsseldorf gezogen. Da waren wir eben zusammen. Und den fragte ich dann, „Sag mal, Schatz, kannst du dir denn das eigentlich vorstellen, in eine Kleinstadt zu gehen?“ Also Weserbergland. Der hatte ja einen total sicheren, super schönen Schreibtischjob. So von nine to five, wie man sich das vorstellt. Und auf einmal ist man da als Mädchen für alles im eigenen mittelständigen Unternehmen tätig.
JULIA ROTHERBL
Genau, ihr macht es zusammen. Das hatten wir noch nicht gesagt. Ihr leitet die Klinik.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ganz genau. Richtig. Und er sagte dann, „Ja, total. Eigentlich wollte ich immer schon mal ein Familienunternehmen wirklich auch weiterführen.“ Und er kommt aus einer Arztfamilie. Also er wusste so ein bisschen, worauf er sich einzustellen hat. Ja, und dann haben wir das zusammen beschlossen.
JULIA ROTHERBL
Also, was ich mich gefragt habe, als ich diese Geschichte gehört habe, das erste Mal, oder nachgelesen habe – ob nicht auch so ein bisschen Emotionen in dem Moment eine Rolle spielen. Also wenn ich mir vorstelle, quasi meine ganze Kindheit und Jugend und so, wäre immer klar gewesen, meine Eltern ziehen meinen Bruder als Erbe dieses Familienunternehmens vor.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Also. Ja, ja.
JULIA ROTHERBL
Und dann sagt er nein. Und dann – ach, jetzt kommt ihr. Also so quasi. Also war nicht auch so ein bisschen so … Hattest du nicht ganz kurz zumindest auch so eine Trotzreaktion zu sagen, „Ja. Habt ihr jetzt davon.“? Also, „Ihr habt immer auf ihn gesetzt und jetzt bin ich quasi sozusagen die Notlösung“ – oder wie auch immer. Also es soll sich jetzt nicht so, aber du weißt wie ich es meine – war es nicht so ein bisschen…
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Julia, ich … wenn du das so sagst, dann verstehe ich das total. Aber es war einfach nicht der Fall. Vielleicht oder vermutlich auch durch diese Situation, dass meine Eltern dann quasi wie so ein Bewerbungs… – ja das, dass ich mich quasi auf die Stelle bewerben muss. Vielleicht war es deswegen auch, dass das sofort wieder umgekippt ist. Und man muss ganz klar sagen, ich musste immer für alles in meinem Leben, insbesondere für Anerkennung bei meinen Eltern, extrem hart arbeiten. Also von daher war das wahrscheinlich auch eine Situation, die ich kannte. Also der Gedanke, als Notnagel herhalten zu müssen, der kam nicht wirklich auf. Ich muss es einfach so sagen.
JULIA ROTHERBL
Also ich will jetzt auch nicht sagen, dass deine Eltern es so empfunden hätten. Aber man kann so ein bisschen … Okay, jetzt will der Mann halt nicht, der quasi so die natürliche Erbfolge hat. Und ja…
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, ja.
JULIA ROTHERBL
Okay, also es gab dann tatsächlich diese Bewerbungsrunde. Es gab aber keine Konkurrenz, oder wie muss ich mir das vorstellen? Haben deine Eltern …?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Doch. Es gab externe Konkurrenz. Exakt. Ja, genau.
JULIA ROTHERBL
Okay. Und wer hat letzten Endes – in diesem Bewerbungsverfahren haben deine Eltern entschieden, oder?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Genau. Meine Eltern haben dann entschieden.
JULIA ROTHERBL
Okay. Und ihr habt gemeinsam entschieden, du und dein Mann, dass ihr das zusammen macht.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Genau.
JULIA ROTHERBL
Das war für euch auch selbstverständlich? Oder hattet ihr auch noch mal andere Lösungen im Kopf? Also, dass dein Mann sich zwar örtlich auch verändert, aber in einer anderen Arbeitsumgebung dort.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Nee, wir wussten, wenn, dann ziehen wir das Ding gemeinsam durch.
JULIA ROTHERBL
Okay.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, weil wir brauchen auch diese Aufteilung. Dass ich mich für Medizin, medizinisches Personal, für diesen ganzen Apparat der Medizin und er für die Zahlen, die Verwaltung und das Rechtliche, all diese Dinge… Also, es kann nicht nur auf meinen Schultern lasten. Das funktioniert einfach nicht. Das hätte ich allein nicht durchgezogen. Ich brauchte seine Hilfe dabei und brauche sie immer noch. Und wir ergänzen uns auch als Team wahnsinnig gut.
KAPITEL 3 – GENERATIONENWECHSEL UND BEHUTSAME TRANSITION
JULIA ROTHERBL
Jetzt ist es in dem Familienunternehmen – also, der Wort & Bild Verlag ist auch ein Familienunternehmen – ist es natürlich so. Man ist einerseits sehr, sehr stolz auf die Tradition und die Leistung des Hauses. Andererseits muss man das Haus ja auch zukunftsfähig machen.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Genau.
JULIA ROTHERBL
Also wie? Wie hast du es geschafft, hier so eine Balance zu finden?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Super spannende Frage. Wir hatten ja auch noch den Generationswechsel. Ja, mein Vater hat anfänglich noch als Chefarzt – auch das. Ich habe meinen Vater nicht heruntersetzen wollen. Er war ja nun immer der Chefarzt und er wollte weiter noch ein bisschen arbeiten. Und das war für mich auch sehr wichtig, weil einfach dadurch die Tradition aufrechterhalten wird, Wissen tradiert wird usw. und so fort. Und gleichzeitig komme ich und habe eigentlich das Sagen. Ich habe ja das Unternehmen übernommen. Also habe ich dann für mich entschieden, ich trete nun als leitende Ärztin auf und lasse ihm den Chefarzt-Titel. Und wenn er dann in Ruhestand geht, dann bin ich Chefärztin, leitende Ärztin. So haben wir das dann irgendwie geregelt. Dann ist man andauernd in einem Interrollenkonflikt, also von Vater zu Tochter, Chefin zu ehemaligem Chef, die Mitarbeiter, die dann immer noch an den alten Dingen festhalten – weil, das haben wir ja immer schon so gemacht!
JULIA ROTHERBL
Ja.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ihr kennt das alles. Es ist kein leichter Schritt. Das muss ich an dieser Stelle wirklich sagen. Wenn man in so ein altes Unternehmen von über 100 Jahren kommt, da laufen die Uhren ganz, ganz anders. Also, die Ärzte mussten sich um nichts kümmern, außer ihre Patienten in der Sprechstunde zu sehen. Es mussten keine Termine gemacht werden. Es war alles irgendwie so offen und frei. Und wenn du dann kommst aus einer so hierarchischen Struktur, wo alles getaktet ist, da bin ich erst mal natürlich komplett vor die Wand gelaufen. Sowohl mit der alten Belegschaft als auch mit meinen Anforderungen, wie so ein Unternehmen in der Performance sein muss – und da herunter zu schrauben. Mir hat da wahnsinnig doll auch die Beschäftigung mit den Wurzeln der Naturheilkunde geholfen, mich selbst neu aufzustellen, von meinen Erwartungen in die Achtsamkeit zu kommen, in das Hier und Jetzt. Das hat mir – also persönliche Entwicklung war hier wirklich absoluter Key. Das zweite ist eben auch, klare Zielstrukturen zu setzen. Bis wann geht beispielsweise mein Vater in Rente? Wie verfährt man mit den Mitarbeitern in dieser Transition? Das ist ja was. Die haben ja auf einmal eine Riesenunsicherheit. Auf einmal kommt da jemand und macht was anderes. Und es ist auch noch eine Frau. Ja, um Gottes willen!
JULIA ROTHERBL
War das tatsächlich so? Dass das Thema Frau und Geschlecht quasi auch eine Rolle gespielt hat?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Das wird es immer spielen. Also so toll wir auch hier rumgendern oder ähnliches – in unserer Gesellschaft werden immer irgendwo klassische Rollenbilder mitschwingen. Und als Frau musst du irgendwo einen klaren Standpunkt haben und diesen auch durchziehen. Und du musst auch wahrscheinlich viel mehr einstecken als irgendein Mann, der diesen Job machen würde. Du musst mit mehr Unsicherheit rechnen. Deswegen muss dein Standpunkt so klar, glasklar und strukturiert sein, wie nur irgendwo geht. Selbst wenn sich bei dir im Innern das Flattern abspielt, es muss nach außen die absolute Zen-Ruhe da sein. Und ich glaube, dass wir das wirklich auch gut durchgezogen haben. Wenn ich zurückblicken würde, würde ich mehr darauf setzen, dass man diese Strukturen schon im Vorhinein klärt. Also ich bin da so ein bisschen reingeworfen worden. Ich würde das mit meinen Kindern ganz anders strukturieren. Ja, das muss ich wirklich sagen. Wir wollen eben auch eine Familiengesellschaft führen und nicht, dass das dann am Ende so nach dem Motto „Bist du’s? – Hop oder topp“ ist. Das würde ich mit meinen Kindern so nicht machen. Ja, klare Leitstrukturen, an denen man entlang wachsen kann, aber nicht muss. Das, denke ich, muss einfach in dieser modernen Zeit passieren. Und wir haben uns wirklich auch Mühe gegeben, die Mitarbeiter dort an Bord zu holen. Wir haben viele Strukturen umgestellt. Vorher war das Ganze so ein bisschen „L’état, c’est moi“, also so ein bisschen wie bei Louis XIV. Alles wurde von Versailles regiert oder, irgendwo. Also es war wirklich eine sehr hierarchische Struktur, wo nicht viel geändert werden konnte. Und wir sind hier viel, viel stärker in den Austausch, in die Kommunikation gegangen. Aber man lernt ja unfassbar viel von den Menschen. Man hört das meiste von den Mitarbeitern und nicht unbedingt nur von den Patienten. Das ist einfach so eine wunderbare Wechselwirkung. Die möchte ich nicht missen.
JULIA ROTHERBL
Hat es dein Vater – vor allem, weil er ja dann auch noch live dabei war und noch im Unternehmen gearbeitet hat – hat der das alles mitgetragen oder hattet ihr auch Auseinandersetzungen?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Aber klar doch. Auch dort herrschte das „Das haben wir doch immer schon so gemacht“-Prinzip. Klar, natürlich. Und meine Reaktion – und das wird sie auch immer sein, wenn solche Dinge mir entgegenschlagen – ist „Ja, und dennoch.“ Wir probieren es aus. Wenn es nicht funktioniert, dann stellen wir es wieder um. Ja, ich habe nie ein Problem damit, irgendwo einen Fehler zu sehen, wenn ich einen gemacht habe oder eben auch Fehlentscheidungen zu revidieren und wieder umzustellen. Das ist alles in Ordnung. Ja. Aber mein Vater war wirklich gut in diesem Loslassen-Moment. Das war richtig toll. Er hat wirklich auch für sich den Exit gesehen, wo er sagte, dann in der Corona-Zeit, „Weißt du, die ganze Zeit mit dem ständig Testen, jeden Tag, und die Maske die ganze Zeit. Ich kann die Leute nicht mehr wirklich im Gesicht anschauen. Das ist nicht mehr die Art, wie ich arbeiten möchte. Ich bin über 70. Es reicht. Ich habe mein ganzes Leben lang gearbeitet.“ Und da war das wirklich, von jetzt auf gleich, die Entscheidung getroffen und weg. Und es war wirklich – wenn ich sonst sehe, so Patriarchen, die an allem festhalten und die im Hintergrund immer noch die Fäden ziehen. Und da bin ich wirklich gesegnet, dass ich hier umstellen konnte, dass ich Innovationen integrieren konnte, dass einfach ich auch meinen Führungsstil etablieren konnte.
JULIA ROTHERBL
Du hast vorher gesagt, du musstest immer um die Anerkennung deiner Eltern kämpfen. Das war für dich irgendwie normal. Würdest du sagen, dein Vater erkennt das alles auch an, was du jetzt für diese Klinik machst?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, ich glaube schon. Ja. Also ich weiß auch, dass er das sieht, wie sehr ich mich um dieses Unternehmen mit Herzblut kümmere. Dass die Patienten, die hierherkommen, wirklich auch ganzheitlich von mir abgeholt werden und wirklich glücklich nach Hause gehen. Dass die Tradition fortgeführt wird, das macht ihn schon sehr, sehr stolz. Aber ganz ehrlich, soll ich dir was sagen? Es geht doch eigentlich auch gar nicht darum. Wir sind als Kinder auf diese Erde gebracht, nicht um unsere Eltern stolz zu machen oder deren Erwartung zu erfüllen. Ja, das sehe ich eben ganz, ganz klar. Meine Kinder sollen nicht mich stolz machen und meine Erwartung erfüllen. Die sollen glücklich werden. Und ganz ehrlich, ich bin ein glücklicher Mensch. Also das ist doch das, was zählt.
KAPITEL 4 – FRAUENROLLEN IN DER KLINIK – FRÜHER UND HEUTE
JULIA ROTHERBL
Verena, ich wollte gerne noch zu dem Thema Frauenbild vielleicht generell in der Familie sprechen. So was geht ja eigentlich über den Beruf hinaus. Also, wenn man quasi in so einer Familientradition aufwächst, wo klar ist, es gibt so eine männliche Erbfolge. Und die Frauen – ja, wahrscheinlich war es lange Zeit genau umgekehrt wie jetzt du und dein Mann es machen. Also der Mann war der Arzt und die Frau hat organisatorisch den Rücken freigehalten. Also wie hat dich denn auch das generell so geprägt, mal abseits von beruflichen Dingen?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Das witzige ist, auch wenn die Männer immer die Leitung der Klinik innehatten, in dem ärztlichen Sektor waren die, die die Fäden gezogen haben, immer die Frauen.
JULIA ROTHERBL
Okay.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Sehr starke Frauen in der Familie. Das muss man einfach ganz klipp und klar sagen. Meine Urgroßmutter war eine Frauenrechtlerin. Die durfte zu der damaligen Zeit noch gar nicht Jura studieren, hat es aber dennoch gemacht und hat dann eine kostenlose Ehesprechstunde angeboten. Hat die Frauen mit dem ehelichen Rechten… Wie können sie eine Scheidung – zu dem damaligen Zeitpunkt also absolutes NoGo… Das hat die damals schon gemacht. Meine Großmutter war auch diejenige, die hat die Innovation, die hat die Klarheit der Strukturen, wie die Klinik gebaut werden soll. Sie hatte einen sehr skandinavischen Touch in ihrem Design usw. Also von daher, ich würde einfach sagen, es ist die logische Konsequenz der modernen Zeit. Wir Frauen haben einen anderen Zugang zur Medizin und zum Menschen. Die Empathie, das Caring. Also Medizin ist eigentlich weiblich. Wenn ihr mich fragt!
JULIA ROTHERBL
Also die Zahlen sagen auch, dass es personell tatsächlich weiblich ist. Nur die Zahlen an der Spitze sagen oft was anderes.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, ja, das stimmt. Die Spitze ist unglaublich gern männlich dominiert und das habe ich in der Uniklinik extrem stark gesehen. Wenn ich einer Schwester eine Anweisung gemacht habe, hat die noch mal geguckt, ob mein Kollege damit auch zufrieden ist. Also das ist gerade in der Uniklinik, glaube ich, auch immer noch ein Problem.
JULIA ROTHERBL
Jetzt bist du quasi in der Lage, diese Strukturen in deinem Unternehmen selbst aufzusetzen.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja.
JULIA ROTHERBL
Was machst du denn aktuell als Chefin, um gezielt Frauen zu fördern und dass diese Strukturen, die du gerade beschrieben hast, sich bei euch nicht etablieren oder ent-etablieren. Also, dass tatsächlich auch Frauen in der Medizin als Führungspersönlichkeiten anerkannt werden.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Bei uns ist ganz wichtig – flache Hierarchien. Ich bin auf Augenhöhe mit meinen Mitarbeitern. Und wenn wir Erfolg haben, dann haben wir Erfolg im Team. Punkt. Da ist niemals eine einzige Person dafür irgendwo zuständig. Ich habe viel mehr Besprechungen eingeführt. Ich habe auch interdisziplinär, wirklich auch dort, dieses Gespräch auf Augenhöhe, dass man im Team viel stärker vernetzt ist. Alle 2 bis 3 Wochen machen wir wirklich auch eine Mitarbeiterversammlung, um alle auf den neuesten Stand zu bringen. Das ist einfach auch wahnsinnig wichtig, weil diese Zeiten sind extrem wechselhaft. Alle müssen mit an Bord sein. Um auch so etwas wie – ihr kennt es alle. Das Getuschel auf den Gängen, das nicht miteinander sprechen, sondern übereinander sprechen. Genau um dem entgegenzuwirken, haben wir uns wirklich so gut wie möglich transparent zu sein, verschrieben.
JULIA ROTHERBL
Vielleicht als letzte Frage. Du hattest jetzt schon angedeutet, dass du bei deinen eigenen Kindern vieles anders machen willst oder machst, jetzt schon, als es deine Eltern gemacht haben. Du hast schon gesagt, in erster Linie wünschst du dir, dass die Kinder glücklich sind. Aber tief in deinem Herzen wünschst du dir, dass dieses Familienunternehmen ein Familienunternehmen bleibt? Wünschst du dir, dass deine Kinder sich für Medizin begeistern? Und wie versuchst du vielleicht, sie jetzt schon da so ein bisschen heranzuführen?
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja, ich begeistere sie wirklich. Jetzt schon tatsächlich. Für den Beruf des Arztes oder für so ein Familienunternehmen. Also, wir brauchen ja nicht nur Ärzte, wir brauchen ja alles. Und wenn du als Ärztin – also so sehe ich das eben... Mein Sohn kennt schon so viele Fachbegriffe. Über seine Körperanatomie weiß er Bescheid, wo die Lungen sind und wo das Herz ist. Er kann schon auskultieren. Er ist jetzt fünf. Ja, es ist jetzt auch nicht... Ich will es nicht übertreiben, aber es fließt ganz spielerisch ein. Die finden das toll. Ja, noch mal. Es gibt ja alle möglichen Positionen in einem Familienunternehmen. Vom Koch über Physiotherapie, über Verwaltung, Marketing. Es sind ja wahnsinnig viele Optionen offen. Mir wäre es wahnsinnig wichtig, dass sie auf jeden Fall einen erweiterten Kosmos haben. Das hat mir unglaublich gutgetan. Ja, und ich glaube, wie gesagt, dass ich auch nicht so eine starke Frau wäre. Also es hat mich sehr geprägt diese Zeit an der Uniklinik, Ich möchte diese absolut nicht missen. Und ich wünsche mir zwar nicht, dass sie irgendwie durch so einen harten Weg gehen, aber ich möchte schon, dass sie auf jeden Fall die Welt kennenlernen, dass sie andere Unternehmensstrukturen finden und dass sie dann eben entweder 100 % sagen „Jo, ich bin dabei“ oder eben 100 % „Nein, woanders ist es schöner“. Das ist mir unglaublich wichtig. Du kannst nur in etwas gut sein, wofür dein Herz auch brennt. Da muss einfach diese Leidenschaft da sein, weil Leidenschaft kommt eben auch von leiden. Es wird kein einfacher Weg sein. Ein Unternehmen, ein Familienunternehmen ist kein einfacher Weg.
JULIA ROTHERBL
Umso schöner, dass du ihn trotzdem gegangen bist – oder gehst.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Ja.
JULIA ROTHERBL
Verena, vielen Dank, dass du unsere Gästin warst.
DR. VERENA BUCHINGER-KÄHLER
Danke schön.
JULIA ROTHERBL
Ich gehe mal davon aus, dass sehr viele von euch Ärztinnen und – vielleicht hören uns Männer – Ärzte sind. Deshalb hier noch ein Tipp für einen anderen Podcast aus unserem Haus – „’ne Dosis Wissen“. Das ist ein tägliches Format, in dem meine Kolleg-innen Dr. Laura Weisenburger und Dr. Dennis Ballwieser ein Update aus der Medizinbranche geben.
„Frau Doktor, übernehmen Sie!“ erscheint alle 14 Tage neu, immer montags.
SPRECHERIN
Ein Podcast von gesundheit-hören und Apotheken Umschau Pro.
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