Zwischen Kind, Kittel und Klausuren: vom Hörsaal in die Chirurgie
Shownotes
Zum ersten Mal ist eine Frau zu Gast, die noch keine Ärztin ist, sondern mitten im Medizinstudium steckt: Birte Weiß ist Medizinstudentin an der Charité, Krankenschwester, Influencerin und Mama eines zweijährigen Jungen. Ihr Motto: "Erfolg ist eine Treppe, keine Tür". Bis zum Medizinstudium musste sie auf jeden Fall viele Stufen nehmen und auch jetzt erfordert ihr Alltag einen langen Atem. Wie sie ihr Leben mit Studium und Kind organisiert und warum sie neun Jahre auf einen Studienplatz gewartet hat, darum geht es in dieser Folge.
Im Podcast "Frau Doktor, übernehmen Sie!" erzählen Frauen aus der Medizinbranche, wie sie dort Karriere gemacht haben. Dazu spricht Julia Rotherbl, Chefredakteurin der "Apotheken Umschau", mit Frauen, die in Führungspositionen arbeiten, die Herausforderungen gemeistert haben oder an ihnen gescheitert sind. Es geht um Themen wie die Vereinbarkeit von Familie und Beruf, Sexismus, männliche Netzwerke, mangelnde Vorbilder oder verschiedene Arbeitsmodelle. Das Ziel: Euch zu inspirieren und ermutigen, euren eigenen Weg zu finden.
Auf Instagram findet ihr unsere Gästin unter: https://www.instagram.com/dr.schwester_bi/
Montags alle 14 Tage erscheint eine neue Folge. Habt Ihr Fragen, Anregungen oder Kritik? Dann schreibt uns gerne an redaktion@gesundheit-hoeren.de
Redaktion: Julia Rotherbl, Anja Kopf Schnitt und Post-Produktion: Yves Seissler, Anja Kopf Managing Editor Audio: Peter Glück
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Transkript anzeigen
Birte Weiß - Ich frag viele weibliche Kommilitonen, die dann alle sagen „Woah ne, Chirurgie, da habe ich kein Bock drauf“. Und dann kann es sich natürlich auch nicht ändern, wenn dann nur die jungen starken Männer in die Chirurgie gehen, sondern gerade so Bereiche brauchen ja dann auch Frauen, die sagen „Okay, ich stelle mich dem trotzdem und ich mache es besser“.
Sprecherin - Frau Doktor, übernehmen Sie!
Julia Roether - Herzlich willkommen euch allen zu einer neuen Folge von „Frau Doktor, übernehmen Sie“ und zu einer Premiere. Denn wir haben heute das erste Mal eine Frau zu Gast, die noch keine Ärztin ist, sondern mitten im Medizinstudium steckt. Wir haben uns dafür auch entschieden, weil uns Hörerinnen geschrieben haben, dass sie sich genau das wünschen. Unsere Gästin heute ist Birte Weiß, Medizinstudentin an der Charité, Krankenschwester, Influencerin und Mama eines zweijährigen Jungen. Seid gespannt auf ein tolles Gespräch. Mein Name ist der Julia Rotherbl. Ich bin Chefredakteurin der Apotheken Umschau und ich hoste diesen Podcast.
Sprecherin - Ein Podcast von gesundheith-hören.de und Apotheken Umschau Pro.
EINSTIEG MIT DEM “ICH-WÜRDE-SAGEN“-SPIEL
Julia Rotherbl - Hallo Birte. Ich freue mich sehr, dass du heute bei uns bist.
Birte Weiß - Ja, ich freue mich auch. Herzlichen Dank für die Einladung.
Julia Rotherbl - Birte, wir starten diesen Podcast heute mit einem Spiel. Wir spielen das Spiel manchmal zwischendrin, manchmal am Anfang. Heute spielen wir es mal am Anfang. Da du den Podcast kennst, kennst du wahrscheinlich auch das Spiel. Aber Anja fasst es bestimmt noch mal für uns zusammen. Hi Anja.
Anja Kopf - Hallo! Ich habe mir schon überlegt, ob ich euch mal das Spiel erklärt, damit ich das nicht immer machen muss. Aber es ist ja relativ einfach. Unser Aufwärmspiel ist ja immer so eins, wo ich Sätze, Satzanfänge mitbringe und ihr das einfach vervollständigen dürft. Birte, du kriegst den ersten Satzanfang. „Sport mache ich…“
Birte Weiß - Hauptsächlich als mentalen Ausgleich, tatsächlich. Weil ich wirklich merke, dass mir das ganz, ganz viel bringt, um irgendwie ausgeglichen zu sein und den Kopf auch mal frei zu kriegen, was mir sonst sehr, sehr schwer fällt.
Julia Rotherbl - Aber du hast Zeit für Sport, das ist schon mal eine gute Nachricht!
Birte Weiß - Also ich muss sagen, in den letzten Monaten tatsächlich quasi nicht. Also das Jahr jetzt war extrem, aber vorher habe ich sehr regelmäßig Beachvolleyball gespielt. Und jetzt aktuell bin ich gerade so ein bisschen am Planen, dass ich das einfach im nächsten Jahr wieder besser hinkriege, weil ich merke, dass ich das wirklich brauche.
Anja Kopf - Ja, das kenne ich. Ich habe jetzt auch wieder angefangen, joggen zu gehen und muss auch sagen, das ist für den ganzen Kopfsport den ich in der Arbeit mache, ein total guter Ausgleich. Ja. Äh. Julia!
Julia Rotherbl - Ich will keine Sportfrage bitte!
Anja Kopf - Hm. Das wäre für’s nächste Mal eine ganz gute Idee! Okay. bring mich nicht auf blöde Gedanken. Nein, du kriegst den Satz, „Wenn ich etwas nicht verstehe...“
Julia Rotherbl - Dann frage ich in der Regel nach. Ich wünsche mir auch immer, dass meine Mitarbeiter-innen und Kolleg-innen einfach nachfragen, wenn irgendwie eine Frage in ihrem Kopf ist und nicht glauben, wenn man fragt, steht man jetzt irgendwie doof da.
Anja Kopf - Mhm. Birte, du kriegst den nächsten Satzanfang „Zu oft gehört habe ich...“
Birte Weiß - Puh, Schwierig. Ähm. Ich glaube, kluge Ratschläge, ohne gefragt zu haben.
Julia Rotherbl - Gute Antwort. Und wie reagiert man darauf? Also, wie reagierst du darauf?
Birte Weiß - Ich glaube, ich habe das mittlerweile ganz gut geschafft, in dem Moment zu lächeln und zu nicken und zu sagen "Okay, vielen Dank" und mir innerlich zu denken, "Okay, ist nicht mein Weg und ich habe dich jetzt eigentlich auch nicht gefragt".
Anja Kopf - Mhm. Mhm. Ich glaube, wahrscheinlich ist das auch eine ganz gute Möglichkeit, um da die Diskussion auch charmant zu beenden.
Birte Weiß - Genau, ohne Diskussion.
Anja Kopf - Ja. Mhm. Julia.
Julia Rotherbl - Ja?
Anja Kopf - "Feminismus bedeutet für mich..."
Julia Rotherbl - Woah, Feminismus, finde ich leider, mittlerweile, ist so ein teils negativ besetztes Wort. Eigentlich bedeutet es einfach Chancengleichheit. Und bei manchen anderen löst es, glaube ich, irgendwelche Sachen im Kopf aus, die nicht zutreffend sind.
Anja Kopf - Ich habe gerade auch Birte denken sehen. Wie würdest du den Satz vollenden?
Birte Weiß - Ich finde die Antwort sehr gut, ich weiß nicht, ob ich drauf gekommen wäre, aber ich finde auch das ist so ein so ein Begriff, der so inflationär verwendet wird. Und eigentlich heißt das nur, dass es einfach, nicht irgendwie dass es Frauen besser geht oder die jetzt irgendwie Vorteile haben, sondern gleiche Freiheit, gleiche Chancen, gleiche Rechte für alle.
Anja Kopf - Vielleicht müssen wir einfach irgendwann mal auch in diesem Podcast nen neuen Begriff etablieren und der wird dann, der macht dann Schule. Das wär super. Der abschließende Satz, Birte, geht an dich. "In die Chirurgie habe ich mich verliebt, weil..."
Birte Weiß - Ich glaube, weil das im OP so eine ganz eigene Welt ist, die man entweder liebt oder gar nicht mag. Ich kann den Zauber glaube ich gar nicht so richtig beschreiben. Also ich mag es, mit den Händen zu arbeiten. Ich mag das Gefühl im OP. Und ich mag auch dieses, vom Prinzip her, ja, direkt den Menschen auch helfen zu können. Mir ist so innere Medizin oft so ein bisschen zu indirekt. Also mein Mann kontrolliert ganz oft Laborwerte und verändert Medikamente minimalst und in der Chirurgie ist man ja viel direkter oft, was natürlich auch oft mehr Verantwortung vom Schuld gefühl vielleicht mit sich bringt, wenn man auch eher denkt, wenn was schiefgeht, dann war ich da direkt beteiligt.
Anja Kopf - Ja, aber genauso gut kann man ja auch heilen. Also das ist ja das, was du gesagt hast.
Birte Weiß - Genau, genau.
Anja Kopf - Genau, jetzt habe ich etwas von dir schon vorweggenommen, nämlich, dass du dich schon vor deinem Studium in die Chirurgie verliebt hast.
Birte Weiß - Ja.
Anja Kopf - Genau. Und mehr Informationen werden wir jetzt hoffentlich… oder mehr von dir werden wir jetzt hoffentlich im folgenden Gespräch erfahren. Und damit würde ich das Spiel schließen an dich, Julia, zurückgeben und sage vielen Dank fürs Mitspielen!
Julia Rotherbl - Danke, Anja.
NEUN JAHRE SPÄTER: DER LANGE WEG INS MEDIZINSTUDIUM
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Birte, genau, wir waren gerade beim Thema "Verliebtsein". Und als ich deinen Lebenslauf gelesen habe, habe ich mir überlegt, wie groß die Liebe sein muss, dass man neun Jahre auf einen Medizinstudienplatz wartet. Wie hast du das durchgehalten? Was hat dich motiviert?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ich glaube tatsächlich, dass ich durch meinen Beruf in der Pflege auch einfach jeden Tag gemerkt habe oder gesehen habe, was das da ist, was ich machen möchte. Also ich war jetzt nicht in einem ganz anderen Umfeld unterwegs, sondern ich war ja jeden Tag in der Klinik. Ich habe jeden Tag gesehen, wie unsere Ärzte arbeiten und wie faszinierend es einfach alles ist. Und da ja meine Ärzte mich natürlich auch inzwischen irgendwann gut kannten, durfte ich dann auch ab und zu mal mit in den OP. Oder ich habe einfach Sachen gefragt und konnte mir Bilder mit angucken. Und dadurch, ja, konnte ich das eigentlich gar nicht so in den Hinterkopf drücken, weil das immer vor mir war und ich immer gesagt habe, so, "Nee, ich möchte das unbedingt".
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Wie hat denn so dein Umfeld reagiert? Also ich könnte mir vorstellen, meine Eltern hätten vielleicht irgendwann gesagt "Vielleicht solltest du dir einen anderen Traum vornehmen. Wie lang, wie oft willst du's noch versuchen?" Wie war das bei dir?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ja, also tatsächlich haben mir viele von abgeraten. Also natürlich viele Kliniker, leider, weil die gesagt haben "Hey, du siehst doch, wie wie schlecht die Klinikbedingungen
NEUN JAHRE SPÄTER: doch einfach sind. Du bist doch in der Pflege. Du siehst doch, wie schlecht es läuft. Warum willst du das immer noch machen?" Manche haben auch so gesagt "Hey, das ist doch auch finanziell, dann bist du noch mal so, du verdienst jetzt schon dein Geld und dann bist du wieder Student. Das ist doch auch alles doof und mach das doch nicht. Mach doch was anderes", wo ich immer noch dachte, so, "Hey, ihr kennt mich gar nicht, wenn ihr nicht verstanden habt, wie sehr ich das möchte". Und meine Eltern haben tatsächlich eigentlich bei jeder Absage immer gesagt "Aber du machst es trotzdem, oder? Du bleibst nicht in der Pflege?", so. Ich glaube aber primär, weil die halt einfach Angst hatten, weil natürlich der Pflegeberuf extrem verheizt wird. Und ich glaube, jeder, der da sein Leben lang arbeitet, das ist schon echt ein hartes Stück, was man da mental und körperlich irgendwie wuppen muss. Noch mal anders als in der Medizin.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Das hat sich ja gelohnt. Also die Geduld hat sich ausgezahlt. Du bist jetzt mittlerweile im siebten Semester. Es gibt einen Insta-Post von dir, wo du sagst, "Es war ein jahrelanges Durchhalten, Disziplin, Verzicht und unendlich viele Stolpersteine und Niederlagen." Was waren denn aus deiner Sicht die größten Stolpersteine und Niederlagen auf dem Weg?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ich glaube tatsächlich so ein bisschen ich selbst, weil ich dadurch natürlich auch immer so ein bisschen entmutigt wurde, und nicht noch immer dachte "Okay, vielleicht schaffe ich das auch einfach gar nicht und das Abi ist dann immer länger her. Und wie soll man dann irgendwie noch mal Naturwissenschaften neun Jahre später dann schaffen?" und ich habe mich ziemlich oft gefragt, "Boah ey, nehme ich mir da nicht zu viel vor?" und "Kann ich das überhaupt?" und "Medizin ist halt so ein krasses Studium und das machen halt so die Besten." und "vielleicht soll es einfach nicht sein, Vielleicht bin ich einfach zu doof dafür irgendwie." Ja, und den Gedanken habe ich dann aber eigentlich einfach immer versucht wegzudrücken und habe gesagt "Okay, ich versuchs einfach und wenn es dann nicht klappt, dann kann ich immer noch sagen, okay, ich war zu blöd dafür, aber das vorher weiß ich das ja nicht."
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Wie war der Moment, als zu erfahren hast, dass es geklappt hat?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Boah, das war total krass. Man weiß ja immer, an welchen Tagen dann die Zu- bzw. die Absagen kommen und dann guckt man natürlich rein, obwohl man eigentlich denkt "Okay, das klappt ja sowieso wieder nicht." und dann war ich gerade tatsächlich mit meiner Volleyballtruppe auf so einem Trainingswochenende und hatte halt morgens diese, diese E-mail bekommen und habe dann erst mal alle geweckt und hab erstmal gesagt, so, "Leute! Wow, das hat geklappt!" und dann haben wir natürlich an dem Abend auch irgendwie alle angestoßen und das war auch so ein richtig tolles Setting. Das hat total gepasst, dass dann genau da irgendwie die Zusage kam und ich glaube, dann bin ich auch so ein paar Wochen so ein bisschen ganz beseelt rumgelaufen und dachte "Okay, jetzt wirds ernst, jetzt klappt es wirklich und ist nicht mehr nur Theorie irgendwie."
NEUN JAHRE SPÄTER: DAS MEDIZINSTUDIUM MIT KIND – EIN ERFAHRUNGSBERICHT
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Ich hatte gerade schon deinen Insta-Account angesprochen. Ich würde gerne noch mal drauf zurückkommen, weil auch ein großes Thema auf diesem Account ist, dass du ja nicht nur als Krankenschwester arbeitest und studierst, sondern dir noch eine zusätzliche Herausforderung geschaffen hast. Du bist jetzt Mama seit zwei Jahren. Dein Sohn ist zwei Jahre alt, oder euer Sohn ist zwei Jahre alt. Wie organisierst du das?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Tatsächlich so ein bisschen, jede Woche aufs Neue. Ich versuche, mich am Wochenende so ein bisschen hinzusetzen und zu überlegen, "Wie kriege ich die nächste Woche irgendwie gut gewuppt? Welche Veranstaltungen stehen an?" Dann habe ich ja einen Partner, der auch im Dienst arbeitet. Wann hat er Dienst?
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Der ist selber Arzt, richtig?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Der ist genau, der ist auch Arzt, der ist Oberarzt in der Thoraxchirurgie und dadurch hat er natürlich auch viele Dienste. Ja, also eigentlich so ein bisschen jede Woche für sich und oft klappt es dann halt natürlich nicht. Jetzt war ganz viel Kind krank und die Kita war spontan geschlossen und alles so Sachen wo man denkt "Hey, wenn der Mensch plant", aber im Großen und Ganzen klappt es ganz gut. Ich bin auch so ein Mensch, Ich möchte nicht irgendwie eine Prüfung schieben. Ich möchte eigentlich nicht Veranstaltungen im nächsten Semester nachholen, ich möchte das irgendwie zu dem Zeitpunkt machen, wo es ansteht und das hat bisher auch ganz gut funktioniert.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Wie sieht denn eine Woche oder ein Tag aus, der richtig gut läuft und einer, der richtig schlecht läuft?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Also einer, der gut läuft, ist erst mal natürlich, dass diese ganze morgendliche Kita-Routine - ich glaube das können alle Kleinkind-Eltern irgendwie nachvollziehen - gut gelaunt abläuft. Bei so Ski-Anzug, bei einem 2-jährigen anziehen, wenn der keine Lust hat, dann ist das einfach schon nicht schön. Ja, dass das gut läuft, dass ich dann irgendwie pünktlich zur Uni komme. Ich muss ja auch erst Auto und dann Öffentliche fahren. Dass es spannende Veranstaltungen sind, dass die Dozenten da sind, ja, dass ich dann ganz viel lernen kann, möglichst irgendwie natürlich auch Fächer, die mich begeistern und dann mein Kind wieder abhole und mit dem auch noch Zeit verbringen kann und mein Partner möglichst auch nicht in irgendeiner Not-OP steckt, sondern wir uns abends auch noch sehen. Hmmm, das wäre ein guter Tag. Und ein schlechter wäre, dass ich morgens schon mal mit Migräne wach werden würde.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Okay.
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Das Kind dann dementsprechend auch natürlich schlecht gelaunt wäre, weil Murphy's Law - kommt ja immer alles zusammen - die Bahn streikt, der Dozent kommt nicht oder die Veranstaltung ist halt nicht so toll, dass man denkt "Okay, das hätte ich mir jetzt vielleicht auch selber irgendwie in viel weniger Zeit anlesen können".
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Okay.
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Und man hat einfach das Gefühl, man hat irgendwie nichts geschafft, hat sich den ganzen Tag abgehetzt und abgestresst und eigentlich auf keiner Ebene so richtig gut funktioniert. Dann wird man ja auch ungeduldig. Und, ja.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Birte, wir hatten einige Gästinnen hier im Podcast, die bewusst sehr spät Kinder bekommen haben. War das eine bewusste Entscheidung während des Studiums Mama zu werden?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ja. Also nun muss man ja sagen, ich bin ja auch älter als meine Kommilitonen. Ich hätte das jetzt mit 23, 24 wahrscheinlich anders gemacht. So habe ich natürlich auch schon ganz viel gesehen, wie der Klinikalltag ist und habe für mich einfach gesagt "Ich glaube, dass in der Assistenzarztzeit Frauen, die Kinder bekommen, oft das sehr, sehr schwer haben", ne, weil dann kommst du nicht in den OP, weil du irgendwie früher gehen musst und deine männlichen Kollegen kommen viel weiter. Ich habe jetzt nach dem vierten Semester mein Kind bekommen, hab ein Jahr ausgesetzt. Und das heißt, dass wenn ich in den Berufsstart und, dann ist er halt fünf. Das ist einfach natürlich noch mal ganz anders. Natürlich ist er noch klein und braucht viel Unterstützung und so weiter. Aber das ist ja trotzdem was anderes. Ob man jetzt dann, ich sag mal, ein fast Schulkind hat oder ob man ein Baby und Kleinkind hat mit den ersten Kinderkeimen im Winter. Und so weiter.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Also du würdest es auch noch mal so machen?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ja, ich würde es tatsächlich immer wieder so machen.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Du hast vorher gesagt, als ich dich gefragt habe nach dem guten Tag, hast du gesagt "Und im besten Fall haben mein Mann und ich dann auch noch Zeit füreinander."
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ja, genau.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Wie, wie oft habt ihr denn tatsächlich? Also er ist ja dann auch im Schichtdienst, denke ich mal, hat auch vielleicht mal am Wochenende Dienst. Wie viel Zeit habt ihr denn so miteinander?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Sehr wenig, Sehr wenig. Also, da ich ja auch noch nebenbei arbeite, auf meiner alten Station in der Pflege, um mir das so ein bisschen auch zu finanzieren und drin zu bleiben, ist es eigentlich schon oft so, dass es entweder erarbeiten ist oder ich arbeiten bin und natürlich einer dann irgendwie immer zu Hause beim Kind oder bei den Kindern sein darf. Genau. Und ich sag mal, wenn er dann zum Beispiel selbst, wenn er am Vorabend Dienst hatte und nachts um drei operiert hat, dann ist er natürlich am nächsten Abend auch dementsprechend jetzt nicht super vital und sagt "Hey, lass uns irgendwie drei Stunden über Politik und spannende Sachen reden". So, also das ist einfach dieses Dienstsystem, das zehrt natürlich auch. Und das ist vielleicht so einmal im Monat, dass wir sagen, jetzt haben wir mal einen Abend für uns. Ja.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Aber es ist okay für dich, für euch?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Es ist okay für mich, weil ich auch denke, es ist ja nicht immer so, also es ist jetzt halt eine Phase, die jetzt, da natürlich viele Sachen zusammenkommen, ein kleines Kind, ein Studium, das ist ja alles auch endlich, sag ich mal, mein Studium ist irgendwann fertig, dann, dann kann man natürlich gucken, wie wir unsere Arbeitszeitmodelle gestalten. Das Kind wird älter. Also ich glaube, wenn es jetzt so wie es jetzt wäre, jetzt für immer, wenn man jetzt wüsste, das ist 30 Jahre so, dann wäre das eine andere Nummer, aber so kann man sich auch immer sagen okay, wir wissen ja auch, wofür wir es machen.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Gibt es denn irgendeinen kleinen oder großen Tipp, den du für Frauen hast, die jetzt in einer ähnlichen Situation stecken wie du? Gibt es irgendwas, wo du sagst, "Boah, wenn ich das vorher gewusst hätte, dann wäre mein Alltag irgendwie schon besser gelaufen", oder "Wenn ich meine Ansprüche an mich irgendwie schneller, realistischer eingestuft hätte, dann wäre es mir besser gegangen"?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ich glaube, bei den Ansprüchen an sich selber, da bin ich selber ein ganz schlechter Ratgeber, weil ich die ja selber extremst an mich habe. Aber tatsächlich ist es wie so oft dieses Netzwerken. Wenn ich einfach feststelle, dass es auch andere studierende Mamis gibt, dann ist das manchmal auch schon, dieses sagen zu können "Boah ey, mir ist das gerade alles zu viel und ich habe eigentlich gerade nicht mal die Hälfte von dem geschafft, was ich schaffen wollte". Und dann sagt die andere so, "Ja. Geht mir ganz genauso. Alles total doof grad". Und es hilft ja dann schon manchmal. Also man braucht ja gar nicht immer unbedingt jemanden, der einem irgendwie kluge Ratschläge geben kann, sondern manchmal einfach jemanden, der sagt "Hey, du bist nicht alleine damit. Ich kann das verstehen" und sich auch nicht zu vergleichen mit 20-jährigen Kommilitonen, die keine Kinder haben, weil die haben natürlich ein ganz, ganz anderes Leben, ein ganz anderes Pensum zu leisten. Also ich kann nicht irgendwie nachmittags noch mal irgendwie sechs Stunden lernen. Das geht einfach nicht so und ich glaube, diesen Anspruch sollte man nicht haben zu sagen, "Oh, ich muss das jetzt genauso gut hinkriegen wie jetzt der 20-jährige, der noch bei den Eltern wohnt und die Wäsche gewaschen kriegt". Das ist einfach. Ich glaube, das macht dann schon einen Unterschied, ob man dann eben sich mit denen vergleicht, die in ähnlichen Situationen sind oder mit den Überflieger, die aber auch sonst außer Studium nichts anderes zu wuppen haben.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Ich finde übrigens, es gelingt dir mit deinem Instagram-Account dann sehr gut, wenn das ein Ziel ist, dass du sagst, du willst einfach auch die Realität zeigen, dass es halt nicht an allen Tagen super läuft.
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ja, das ist ein schönes Feedback, auf jeden Fall, weil ich finde, das ist ganz schwierig, gerade bei Social-Media-Sachen. Man kann ja tatsächlich immer nur kleine Ausschnitte teilen und dass das eben schon ein realistisches Bild entwerfen. Also jetzt wieder so dieses "Hey, ich bin die Supermam, die irgendwie immer gut gelaunt und immer irgendwie noch bastelt neben der Uni und alles läuft supertoll", aber natürlich auch nicht irgendwie zu sagen, "Boah, es ist alles furchtbar und Katastrophe" und weil so ist es ja nicht. Das Leben ist ja eben vielschichtiger und an den meisten Tagen läuft sehr gut. Und dann gibt es halt auch andere, und...
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Ja, aber diese Tage gibt es auch für den 20-jährigen, der noch seiner Mama wohnt.
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ja, das stimmt.
NEUN JAHRE SPÄTER: „DIE GLÄSERNE DECKE WIRD DÜNNER – EXTREM LANGSAM“
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Birte, Ich würde gern noch mal auf ein anderes Thema zu sprechen kommen, weil ich einfach deine Perspektive jetzt zu diesem Thema ganz spannend finde. Also wir hören in diesem Podcast immer wieder, dass sich Dinge jetzt auch ändern, weil eine neue Generation an Chefs und Chefinnen da ist, weil eine neue Generation von Arbeitnehmer-innen an den Start geht in der Medizin. Wie empfindest du das denn als jemand, der da jetzt am Anfang steht und so hineinwächst? Ist es tatsächlich so, dass dieses Problem "gläserne Decke" kleiner wird?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ich habe schon das Gefühl, dass es kleiner wird, aber ich denke, dass es extrem langsam geht. Also ich glaube nicht, dass wir schon so weit sind, wie wir es alle gerne hätten und wie es vielleicht manchmal irgendwie dargestellt wird. Natürlich ist die Chirurgie da glaube ich, auch ein extremes Beispiel.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Ja.
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Aber da sind schon noch sehr viele alte, starre Hierarchien. Und ich glaube, das ist natürlich mit denen, die jetzt dann irgendwann in Rente gehen und wenn, dann neue nachkommen, die es eben besser machen. Aber das Problem ist ja, glaube ich auch, dass ja viele sich dann auch gar nicht erst trauen, in so eine Felder zu gehen, die es dann besser machen könnten. Also ich frag viele weibliche Kommilitonen, die dann alle sagen "Boah ne, ich Chirurgie, nein, das ist mir zu krass und da habe ich keinen Bock drauf, eben aus diesen Gründen". Und dann kann sich es natürlich auch nicht ändern, wenn dann eben nur die jungen starken Männer in die Chirurgie gehen, sondern gerade so eine, so eine Bereiche brauchen ja dann auch Frauen, die sagen "Okay, ich stelle mich dem trotzdem und ich mache es besser."
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Aber hast du denn das Gefühl, dass das bei der Entscheidung gegen die Chirurgie auch dieses Thema eine Rolle spielt, dass es eben so ein männlich dominierter Fachbereich ist?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ja, total. Also wenn du auch so fragst aus Famulaturen, ich sag mal, da kann ja eigentlich jede Studentin irgendwas erzählen über irgendwelche dummen Witze oder sexuelle Anmachen oder einfach das, dieses ja, weiß ich nicht. Wenn da irgendwie acht Männer sind, du bist die einzige Frau, das mag jetzt auch nicht jeder. Wenn die dann so sagen "Oh, dann müssen wir uns heute mal zusammenreißen", so ungefähr. Wenn man so denkt "Ey, Leute, okay". Also, ich glaube, das ist schon so, sicherlich gibt es natürlich auch die, die von vornherein jetzt keine Lust auf Chirurgie haben, aber ich denke schon, dass es durchaus mehr Frauen begeistern würde, weil es ja auch total vielschichtig ist. Es gibt ja auch nicht die Chirurgie, die dann aber einfach sagen "Nee, und dann noch später mit Kinderplanung und dann bist du da total raus und muss sich ständig rechtfertigen". Ja, das ist glaube ich leider schon so!
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Hast du denn schon Erfahrungen gemacht mit der gläsernen Decke? Jetzt schon?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ne, das tatsächlich glaube ich nicht. Also mit diesen sexuellen Übergriffen, sage ich jetzt mal, natürlich schon, weil natürlich auch die Pflege ein Bereich ist, der da sehr überladen ist. Aber jetzt im Sinne von, dass mir irgendetwas verbaut ist bisher, ich glaube, dafür bin ich jetzt einfach in der in der Karriere noch nicht weit genug vorangeschritten, dass, ähm...
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Ach, wir hatten aber auch schon Gästinnen, die erzählt haben, dass sie im Studium schon gefragt worden sind, warum sie sich als Frau eigentlich für die Chirurgie entscheiden. Sie kommen da eh nicht weiter und sie sollten doch besser in die Frauenheilkunde gehen.
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Ja, das stimmt, das stimmt, das hat man auch. Aber das würde ich ehrlicherweise, glaube ich auch mittlerweile so ein bisschen würde mich nicht mehr so irritieren. Also ich bin halt auch keine 20 mehr und ich weiß, was ich möchte. Ich weiß, was ich kann und ich weiß, dass das letztendlich auch alles nur Menschen sind, auch wenn man erst mal denkt, "Boah, hier, der Chefarzt", so. Ich kann mich auch dran erinnern in der Ausbildung, dass ich mich gar nicht getraut habe, bei der Visite vorbei zu laufen, weil die haben da halt gerade Visite gemacht und eigentlich hat man sich schon gar nicht getraut, laut zu atmen. So ungefähr. Mittlerweile denke ich mir so "Okay, sind auch alles nur Menschen". Und jeder, der da irgendwie, ich sag jetzt mal blöd genug ist, um so einen Bullshit von sich geben muss, der hat wahrscheinlich selber irgendwie irgendwelche Defizite. Die haben dann nicht so viel mit mir zu tun.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Du hast gerade das Thema Netzwerken auch ganz kurz angesprochen. Du bist auch im Verein "Die Chirurginnen", ein - wie ich finde super Netzwerk - Frau Schlosser war auch schon zu Gast, also die Gründerin. Übrigens in Folge zwei, falls irgendjemand reinhören will. Für mich ist es sehr erstaunlich, dass du schon in so einer frühen Phase erkannt hast, dass man sich solchen Netzwerken anschließen sollte. Ich glaube, das viele - mir ging es auch so - am Anfang ihres Berufslebens noch gar nicht so das auf dem Schirm haben, wie stark die Geschlechterungerechtigkeit doch noch ist. Was gibt dir dieses Netzwerk?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Man hat halt einfach so ein geballtes Forum an Vorbildern irgendwie. Und ich glaube, das ist halt einfach so schön. Man muss jetzt nicht irgendwie durch den Alltag laufen und hoffen, dass man jetzt mal eine Frau findet, die einen ähnlichen Werdegang hat, wie man selber anstrebt und dann irgendwie gucken kann, wie sie das hingekriegt hat. Sondern in so einem Netzwerk kann man eben ganz gezielt die Lebensläufe sehen, die Leute sehen und die haben ja auch dieses Mentorenprogramm, was ich unbedingt machen möchte, wenn ich dann im PJ bin, weil ich denke, jetzt ist es einfach ein bisschen zu früh. Und da man ja auch gezielt Fragen stellen kann "Okay, wie hast du das gemacht, warum hast du es so gemacht? Würdest es noch mal so machen oder was würdest du anders machen?" Und ich glaube, das ist eine ganz, eine ganz große Ressource, die man einfach nutzen sollte.
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Zum Thema Lebenslauf. Da würde ich jetzt vielleicht gleich die abschließende Frage anschließen. Ich würde dich gerne zum Schluss dieses Podcasts fragen, wo du dich eigentlich siehst, wenn du dein Studium abgeschlossen hast. Also was ist dein, deine Vision, dein, dein Berufsziel? Wo möchtest du hin?
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Also ich möchte natürlich in einem chirurgischen Setting arbeiten. Ich möchte auch erst mal in der Klinik arbeiten, was ja sowieso für die Facharztausbildung so vorgesehen ist. Ich freue mich total darauf, auch einfach dann weiter zu lernen und mit Patienten arbeiten zu können. Und ja, tatsächlich auch einfach hoffentlich ganz oft im OP zu stehen und dann auch selbst nach Hause zu kommen, kommen zu können und meinem Partner zu erzählen "Hey, ich habe das und das gemacht" und äh, weil so is ja immer, er erzählt mir das und ich denke immer "Boah, wie spannend, wie toll" und zeigt mir die Bilder. "Und wie war das? Und was hast du da gemacht? Wie hast du den Schritt gemacht?" Und ja, wenn man sich dann auch mehr austauschen kann. Also ich habe Respekt natürlich vor dem, vor dem Job und was das alles heißt. Die Verantwortung, das Schichtsystem, wie das dann auch mit Kind wird. Aber ich freue mich auch richtig, richtig doll da drauf. Und ich bin auch jetzt immer in den klinischen Kursen bin ich immer ganz beseelt, wenn ich auf Station sein darf und dann auch einfach jetzt über die Zeit immer mehr merke, "Okay, ich glaube, ich werde das irgendwie mal ganz gut machen".
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Das wirst du auch ganz bestimmt. Du bist so zielstrebig und ja, ich sag vielen Dank, dass du hier zu Gast war. Es hat mir wahnsinnig Spaß gemacht. Danke.
NEUN JAHRE SPÄTER: Birte Weiß - Mir auch. Danke schön.
NEUN JAHRE SPÄTER: DANKESCHÖN FÜRS ZUHÖREN
NEUN JAHRE SPÄTER: Julia Rotherbl - Wenn auch ihr irgendwelche Themen habt, von denen ihr findet, die müssten wir unbedingt mal in "Frau Doktor übernehmen Sie!" besprechen, dann schreibt uns gerne eine E-Mail an redaktion@gesundheit-hören.de. Vielen Dank fürs Zuhören. Ich hoffe, wir hören uns in 14 Tagen wieder. Wir erscheinen immer montags.
NEUN JAHRE SPÄTER: Sprecherin - Ein Podcast von gesundheith-hören.de und Apotheken Umschau Pro.
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